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Asphalt
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Asphalt ist eine natĂŒrliche oder technisch hergestellte Mischung aus dem Bindemittel Bitumen und Gesteinskörnungen, die im StraĂenbau fĂŒr Fahrbahnbefestigungen, im Hochbau fĂŒr BodenbelĂ€ge, im Wasserbau und seltener im Deponiebau zur Abdichtung verwendet wird. Aus technischen und wirtschaftlichen GrĂŒnden sind Asphaltbefestigungen in verschiedenartige Schichten unterteilt. Hierbei werden Asphalttrag-, Asphaltbinder- und Asphaltdeckschichten unterschieden. Je nach Dicke und Lage liefern sie ihren Anteil zur TragfĂ€higkeit der Gesamtkonstruktion, sofern alle Schichten zu einem kompakten Baukörper verbunden sind. Asphalt verhĂ€lt sich chemisch nahezu inert (trĂ€ges Reaktionsverhalten) und weist ein thermoplastisches Verhalten auf.
Contents
âą Etymologie
âą Statistik
âą Geschichte
âą Antike
âą Neuzeit
âą Herstellung
âą Verwendung
âą Emissionen
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Etymologie
Das Wort leitet sich von altgriechisch áŒÏÏαλÏÎżÏ ĂĄsphaltos (âAsphalt, Erdharzâ) ab, das seinerseits ein mittels Alpha privativum negiertes Verbalsubstantiv von ÏÏΏλλΔÏΞαÎč sphĂĄllesthai (âzum Fallen bringenâ) ist. Dies geht vermutlich darauf zurĂŒck, dass Asphalt ursprĂŒnglich als Bindemittel im Mauerbau verwendet wurde und die Mauern vor dem UmgestoĂenwerden (Umfallen) schĂŒtzte.cite-ref-frisk-1-0[1] Die Römer nannten den Stoff pix tumens (âschwellendes oder aufwallendes Pechâ); daraus entstand dann der Begriff Bitumen. Asphalt und Bitumen hielt man frĂŒher fĂŒr zur Einbalsamierung von Leichen verwendete Substanzen. Eine arabische Bezeichnung dafĂŒr ist deshalb âmumâ, abgeleitet vom persischen mĂ»m, mĂŽm fĂŒr Wachs; latinisiert wurde daraus Mumiacite-ref-2[2] (vgl. auch âMumijoâ). Man unterschied zudem Bitumen asphaltum (auch aspaltum) und Bitumen iudaicumcite-ref-3[3] bzw. Bitumen judaicumcite-ref-4[4] (Asphalt vom Toten Meer).cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]
Begriffsabgrenzung
Der Baustoff Asphalt wird landlĂ€ufig fĂ€lschlicherweise mit Teer gleichgesetzt. Anders als Asphalt, dessen Bindemittel Bitumen aus Erdöl gewonnen wird, entsteht das Bindemittel Teer jedoch durch Pyrolyse von Holz oder Kohle. Teer gilt als gesundheitsgefĂ€hrdend und seine Verwendung ist in der Bundesrepublik Deutschland im StraĂenbau seit 1984 verboten.cite-ref-7[7] Festgeschrieben ist dieser Sachverhalt in Technische Regeln fĂŒr Gefahrstoffe 551. In der Zeit vor seinem Verbot war Teer ein hĂ€ufig verwendeter Baustoff im Bauwesen, z. B. bei der sogenannten Staubfreimachung.
ĂuĂerlich unterscheiden sich die beiden Stoffe durch Geruch und Aussehen geringfĂŒgig. So besitzt Bitumen einen neutralen Geruch und eine schwarze Farbe, Teer dagegen riecht leicht sĂŒĂlich und besitzt eine leichte BraunfĂ€rbung.
Auch bei der Wiederverwertung muss teerhaltiges Material gesondert entsorgt werden. Der EU-weit geltende Abfallartenkatalog, in Deutschland ĂŒber die Abfallverzeichnis-Verordnung umgesetzt, stuft teerhaltige Abfallstoffe als gefĂ€hrlichen Abfall ein. Ausgebaute Asphalte dagegen können ohne Bedenken wiederverwertet werden.
Werkstoffkennwerte
Die Festigkeit von Asphalt wird von den TemperaturverhĂ€ltnissen bestimmt. Bei tiefen Temperaturen (Winter) verhĂ€lt er sich elastisch, bei hohen Temperaturen (Sommer) dagegen viskoelastisch. Dieses Temperaturverhalten hat unmittelbaren Einfluss auf ElastizitĂ€ts- und Schubmodul des Asphalts. Der ElastizitĂ€tsmodul beschreibt die Spannung im Asphalt, die infolge einer lastbedingten Verformung auftritt. Er schwankt zwischen 1000 N/mmÂČ im Sommer und 9000 N/mmÂČ im Winter. Der Schubmodul gibt die Spannungen wieder, die infolge von Schubverformungen im Asphalt erzeugt werden.
Die Werkstoffkennwerte von Asphalt sind abhĂ€ngig von dem MischungsverhĂ€ltnis und den Eigenschaften der beiden Bestandteile Bitumen und Gesteinskörnung. Das MischungsverhĂ€ltnis liegt grob bei 95 % Gesteinskörnung und 5 % Bitumen, dieses VerhĂ€ltnis kann jedoch nach oben oder unten geringfĂŒgig verĂ€ndert werden. Die beigegebene Menge (sogenannter Bindemittelgehalt) und die HĂ€rte (also die Bindemittelsorte) des Bitumens verĂ€ndern das Materialverhalten wesentlich. Die Bindemittelsorte bestimmt weiter auch den Erweichungspunkt, welcher mit dem Ring- und Kugelversuch nachgewiesen werden kann, die BindemittelhĂ€rte wird mit der Nadelpenetration ermittelt.
Die Gesteinskörnung ĂŒbernimmt die StĂŒtzfunktion im Asphalt und muss in ihrer KorngröĂenzusammensetzung, der sogenannten Sieblinie, auf die Belastung abgestimmt werden. Fehlen gewisse KorngröĂen, also Kornanteile, in der Sieblinie, wie beispielsweise im offenporigen- oder Splittmastixasphalt, so spricht man von einer Ausfallkörnung.
Um ein gutes Tragverhalten zu erzielen, ist die Kornzusammensetzung so einzustellen, dass eine möglichst dichte Gesteinsmischung entsteht. Zusammen mit einer sachgemĂ€Ăen Verdichtung beim Einbau wird so ein hohlraumarmer Asphalt erstellt (Ausnahme offenporiger Asphalt). Des Weiteren mĂŒssen die Gesteinskörnungen frostbestĂ€ndig und im Falle einer Asphaltdeckschicht polierresistent sein.
Asphalt ist wasserundurchlĂ€ssig, wenn der Hohlraumgehalt †2â3 Vol.-% ist. Asphalte zeigen auch, wenn sie durchströmt werden, keine Erosionserscheinungen; die AdhĂ€sion zwischen Mineralstoff und Bitumen sowie die KohĂ€sion des Bitumens verhindern dies.cite-ref-8[8]
Statistik
Der Baustoff Asphalt trĂ€gt heutzutage den wesentlichen Anteil an den Baustoffen fĂŒr die FahrbahnoberflĂ€che von StraĂen. So waren nach Angaben aus dem Jahr 2005 beispielsweise in der Bundesrepublik Deutschland 95 % aller befestigten StraĂen mit einer Deckschicht aus Asphalt versehen.cite-ref-9[9] Bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass dort ungefĂ€hr 75 % der Gemeinde- und StadtstraĂen sowie der Bundesautobahnen eine FahrbahnoberflĂ€che aus Asphalt haben.cite-ref-10[10] Die ĂŒbrigen 25 % besitzen eine Pflaster- oder Betondecke. Auf deutschen BundesstraĂen wird fast ausschlieĂlich Asphalt verwendet.
Geschichte
Antike
Aufgrund von archĂ€ologischen Ausgrabungen lĂ€sst sich feststellen, dass bereits in der frĂŒhen Antike (um 1200 v. Chr.) natĂŒrlicher Asphalt verwendet wurde,cite-ref-edw-13-0[13] um Waffen und GerĂ€te herzustellen sowie Schmuck und Skulpturen farbig zu gestalten. Speziell in der Region Mesopotamien fand das Material hĂ€ufig Verwendung, da hier Naturasphaltvorkommen vorlagen. So fertigten die dort lebenden Völker, beispielsweise die Sumerer, GefĂ€Ăe und Schilfboote (Guffa), die mit Asphalt abgedichtet wurden.cite-ref-14[14] Des Weiteren nutzten sie das Material als Mörtel fĂŒr Lehmziegel. Einen solchen Hinweis findet man auch in Gen 11,3 beim Turmbau zu Babel, der nach streng biblischer Chronologie in die Zeit von ca. 2300â2200 v. Chr. einzuordnen ist.cite-ref-15[15]
Ăber die Jahrtausende erweiterten sich die Einsatzfelder, so dass um 2000 v. Chr. neben Mesopotamien auch in Indien und Europa Naturasphalt als Dichtungsmaterial fĂŒr BĂ€der, Boote, KanĂ€le, Toiletten und Uferböschungen verwendet wurde. In Mohenjo-Daro, einem der beiden Hauptzentren der Induskultur in Pakistan, wurde ein 12 Meter mal 7 Meter groĂes Badebecken mit einer dicken Schicht Asphalt abgedichtet.cite-ref-16[16] Etwa 2100 v. Chr. lieĂ sich König Gudea von Lagasch, einem Stadtstaat in SĂŒdmesopotamien, ĂŒber hundert Tonnen Asphalt per Schiff anliefern.cite-ref-17[17] Es scheint also, dass ein schwunghafter Handel mit Erdölprodukten kein Privileg der Neuzeit ist. Um 2050 v. Chr. entstand die Nanna-Zikkurat von Ur, ein dreistufiger Turm mit in Asphalt verlegten Brandziegeln und groĂflĂ€chigen, mit Asphalt bedeckten Terrassen. Im 7. Jahrhundert v. Chr. kam Asphalt im assyrischen und babylonischen Reich bereits im StraĂenbau zum Einsatz. Er diente dort als Fugenmaterial oder als Mörtelbett von PrachtstraĂen (Aibur-Schabu).cite-ref-edw-13-1[13] Ferner wurde Asphalt zur Abdichtung der HĂ€ngenden GĂ€rten der Semiramis herangezogen. Ende der 1980er Jahre wurde nachgewiesen, dass die Ăgypter Erdölasphalt aus dem Gebiet des Toten Meeres (âJudenpechâ, âJudenleimâ, bitumen judaicum, âErdpechâcite-ref-18[18]cite-ref-19[19]) zur Einbalsamierung ihrer Pharaonen eingesetzt hatten, was Historiker bis dahin ausgeschlossen hatten.cite-ref-20[20] WĂ€hrend der Zeit des Römischen Reichs diente er um 100 v. Chr. als Fugenmörtel von römischen StraĂen in Pompeji. Ausgehend von Plinius dem Ălteren erhielt Asphalt den Namen Bitumen Iudaicum âJudenpechâ. Die Römer, als die groĂen StraĂenbauer der Antike, verwendeten Bitumen kaum, sie benutzten vor allem Holzteerpech.cite-ref-21[21]
Mittelalter bis 17. Jahrhundert
Nach dem Verfall des Römischen Reiches und dem Beginn des Mittelalters verlor Asphalt stark an Bedeutung, was sich erst im 18. Jahrhundert wieder Ànderte. Um das Jahr 1000 wurde in Arabien die Gewinnung von Bitumen aus Naturasphalt begonnen. Dies wurde erreicht, indem der Naturasphalt erhitzt wurde und so das Bitumen ausschwitzen konnte.
Neben der Verwendung als Baustoff wurde Asphalt im 15. Jahrhundert im Reich der Inka in SĂŒd- und Mittelamerika ebenfalls fĂŒr medizinische Zwecke herangezogen.
Auf seinen Erkundungsreisen entdeckte Sir Walter Raleigh am 22. MĂ€rz 1595 einen natĂŒrlichen Asphaltsee, der sich auf der Insel Trinidad befindet (La Brea Pitch Lake). Er nutzte die Gelegenheit und die Eigenschaften des Asphalts, um Lecks abzudichten, da sein Schiff sonst nicht mehr seetauglich gewesen wĂ€re. Den dort aus dem Untergrund hervortretenden Asphalt nutzt man bis heute im StraĂenbau.
Neuzeit
1712 entdeckte der griechische Arzt Eirini dâEirinis das gigantische Asphaltvorkommen La Presta im Val de Travers in der Schweiz.cite-ref-24[24] Vorerst interessierte er sich nur fĂŒr dessen medizinische Anwendung. Wegen der technischen VorzĂŒge dieses Materials verfasste er schlieĂlich im Jahr 1721 seine âDissertation ĂŒber den Asphalt oder Naturzementâ und begrĂŒndete mit seinen Untersuchungen die moderne Asphalttechnologie. Aus dem insgesamt ĂŒber 100 km langen Labyrinth von GĂ€ngen und Stollen der Asphaltminen im Val de Travers wurde in der Folge wĂ€hrend rund drei Jahrhunderten (von 1712 bis 1986) Asphalt gefördert und in die ganze Welt exportiert.cite-ref-25[25] Nach verschiedenen Inhabern gelangten die Minen 1873 in den Besitz der englischen Firma NeuchĂątel Asphalt Company Ltd. und wurden 1960 von der gröĂten europĂ€ischen StraĂenbaufirma, dem englischen Unternehmen Tarmac, aufgekauft. In Frankreich wurden 1756 bei Lobsann im Elsass und 1797 bei Seyssel in Obersavoyen weitere bedeutende Vorkommen entdeckt.
Zur Herstellung von StraĂenbelĂ€gen wurde anfangs Gussasphalt verwendet, eine Mischung aus Asphaltmastix (eingeschmolzener pulverisierter Asphaltstein) und Asphaltteer (frĂŒher als Goudron bezeichnet), zum Teil angereichert mit Kies oder Sand. 1835 wurden in Paris die ersten BĂŒrgersteige (auf dem Pont Royal und dem Pont du Caroussel) auf diese Weise befestigt. Wenige Jahre spĂ€ter brachte man den Gussasphalt auch im StraĂenbau zur Anwendung (in Lyon 1838 und in Paris 1840). Allerdings erwies sich das Erweichen des Materials im Sommer als Problem.
Man ging daher schon bald dazu ĂŒber, stattdessen Stampfasphalt (zerkleinerter natĂŒrlicher Asphaltstein) zu verwenden (in Paris bereits 1854, in London, Wien und Berlin erst gegen 1870). Dieser wurde auf eine Betonunterlage aufgebracht und anschlieĂend durch Stampfen auf eine StĂ€rke von nur wenigen Zentimetern verdichtet. Durch die Einwirkung des Verkehrs wurde der Stampfasphalt im Laufe der Zeit weiter verdichtet und zugleich poliert. Dabei erwies es sich als Nachteil, dass die FahrbahnoberflĂ€chen bei Regen ausgesprochen glatt waren und Fahrzeuge (insbesondere mit Gummibereifung) dadurch sehr leicht ins Schlittern geraten konnten, was zu zahlreichen VerkehrsunfĂ€llen fĂŒhrte. Noch im Jahre 1928 empörte sich die Vossische Zeitung darĂŒber, dass die Berliner Tiefbauverwaltung trotz des groĂen Unfallrisikos nicht von der Verwendung des Stampfasphaltes abrĂŒcken wollte, wie dies in Paris und Wien bereits geschehen war.
Die heute gelĂ€ufigen Walzasphaltdecken (ein Gemisch aus Sanden bestimmter KorngröĂe und Erdölbitumen) wurden in Nordamerika bereits in den 1870er-Jahren entwickelt, verbreiteten sich in Europa aber erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts (Stuttgart 1911, Hamburg 1912 und Dresden 1913).
Der Baustoff Asphalt gewann Anfang des 20. Jahrhunderts zunehmend an Bedeutung, was unter anderem mit dem stetig fallenden Materialpreis zusammenhing. So gingen 1907 in den Vereinigten Staaten die ersten Asphaltmischanlagen in Betrieb. In Berlin wurde 1914 die AVUS erstmals mit einem Asphaltbelag versehen, um eine höhere WiderstandsfÀhigkeit zu erhalten.
Neben der Verwendung im StraĂenbau diente der Asphalt seit 1923 ferner fĂŒr die Abdichtung von Talsperren. Um den Einbau zu beschleunigen und die EinbauqualitĂ€t zu verbessern, wurde 1924 in Kalifornien erstmals der Einsatz von StraĂenfertigern erprobt. Zur Bestimmung der QualitĂ€t des Baustoffs entwickelten sich in den darauf folgenden Jahren mehrere PrĂŒfverfahren, welche bis heute GĂŒltigkeit besitzen. So wurde 1936 der Ring-und-Kugel-Versuch, ein Jahr spĂ€ter der Brechpunkt nach FraaĂ und 1939 der Marshall-Test eingefĂŒhrt.
Durch spezielle Zusatzstoffe wurde es ab 1950 möglich, Asphalt auch in kaltem Zustand einzubauen (sogenannter Kaltasphalt). Um die Dicke von eingebautem Asphalt festzustellen, wurde 1959 in Ăsterreich eine zerstörungsfreie Untersuchungsmethode mittels Isotopen entwickelt und erfolgreich erprobt.
Aus dem Wunsch heraus, OberflĂ€chenwasser auf Start- und Landebahnen von FlughĂ€fen möglichst rasch abzuleiten, erfolgte 1963 in England der Einbau von Drainasphalt. Kurz darauf wurde im Jahr 1968 erstmals der Einbau von Splittmastixasphalt durchgefĂŒhrt.cite-ref-26[26] Anfang der 1970er Jahre begann, ausgehend von den Vereinigten Staaten, die Anwendung des Asphaltrecyclings. Um eine möglichst zuverlĂ€ssige Abdichtung zu erhalten, wird seit 1979 Asphalt im Deponiebau eingesetzt.
Neben seiner Eignung als Baustoff kommt Asphalt zudem in der Kunst zur Anwendung. So entstand 1998 in Ăsterreich die Asphalt-Art. Michael Scheirl verwendet seither Asphalt als Basismaterial fĂŒr seine Asphaltbilder.
Herstellung
NatĂŒrlicher Asphalt
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Hauptartikel
:
Asphalt (Geologie)
In bautechnischem Sprachgebrauch werden natĂŒrliche Pendants des kĂŒnstlich hergestellten Bauasphaltes, d. h. natĂŒrliches Bitumen mit einem relativ hohen Anteil an GesteinsbruchstĂŒcken oder -körnern (z. B. bestimmte Ălsande), als Naturasphalt bezeichnet. Dieser ist nicht zu verwechseln mit dem Ă€hnlichen, aber nicht identischen geowissenschaftlichen Asphalt-Begriff, der sich nur auf die organische Substanz ohne mineralische Anteile bezieht. Die kommerzielle Nutzung der Naturasphaltvorkommen endete an den meisten Orten Ende der 1960er Jahre, weil technisch hergestellter Asphalt kostengĂŒnstiger ist.
GroĂe Naturasphaltvorkommen befinden sich in Trinidad (der La Brea Pitch Lake ist der Ursprung des Trinidad-Naturasphalts), in Venezuela (Lago de Guanoco), in den Schweizer Gemeinde Val-de-Travers sowie im Elsass. Weiteren Vorkommen gibt es in Kalifornien (beispielsweise in den La Brea Tar Pits), Colorado, Argentinien, Syrien, Alberta (u. a. die Athabasca-Ălsande), auf Kuba, am Toten Meer. Bekannt ist auch der Gilsonite genannte Naturasphalt, der seit Mitte des 19. Jahrhunderts im US-Bundesstaat Utah, sowie in KermÄnschÄh im Iran abgebaut wird.cite-ref-27[27] Mit seiner Hilfe können die Griffigkeit und Dauerhaftigkeit von technisch hergestelltem Asphalt verbessert werden.
Pechelbronn im Elsass war der erste Ort in Europa, an dem aus Naturasphalt Erdöl gewonnen wurde. Das Vorkommen ist seit 1498 belegt. Das aus den Pechelbronner Schichten stammende Erdöl wurde zunÀchst medizinisch bei Hauterkrankungen benutzt. Die kommerzielle Nutzung begann 1735 und endete 1970.
Das schweizerische Asphaltbergwerk La Presta war vor dem Ersten Weltkrieg der bedeutendste Produzent Europascite-ref-28[28] und lieferte ein fĂŒnftel der ganzen Asphaltproduktion der Welt.cite-ref-29[29] Der Betrieb wurde aber in den 1980er-Jahren eingestellt. FĂŒr Europa bedeutend ist die Mine in Selenica in Albanien, die seit der Antike bekannt ist.
Eine deutsche NaturasphaltlagerstĂ€tte liegt zum Beispiel in Vorwohle im Landkreis Holzminden in Niedersachsen. Im niedersĂ€chsischen Holzen befand sich der letzte Naturasphalt-Untertagebau in Deutschland. Verarbeitet wurde dieser Asphalt in Eschershausen. Die ĂŒbrigen 15 Abbaugebiete sind in den 1950er und 1960er Jahren aus wirtschaftlichen GrĂŒnden geschlossen worden. In der Schweiz wurde unter anderem auch Naturasphalt aus dem Kanton Neuenburg verwendet.cite-ref-30[30]
Technisch hergestellter Asphalt
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Hauptartikel
:
Asphaltmischanlage
Der GroĂteil des eingebauten Asphalts wird in Asphaltmischanlagen hergestellt. Eine Anlage kann dabei je nach Erfordernis entweder stationĂ€r oder mobil ausgefĂŒhrt sein. Ihre LeistungsfĂ€higkeit bewegt sich im Bereich von 130 Tonnen bis 350 Tonnen Mischgut pro Stunde.cite-ref-31[31] Des Weiteren ist es möglich, dem Herstellungsprozess ausgebauten Asphalt beizugeben und so wiederzuverwerten.
Zur Herstellung werden erst die Gesteinskörnungen in die Trockentrommel gegeben. Hier wird die enthaltene Feuchtigkeit des Gesteins verdampft und die erforderliche Temperatur des Asphalts erzeugt. Der in der Mischanlage, insbesondere in der Trockentrommel, anfallende Feinstaubanteil (auch FĂŒller genannt) wird mit Hilfe einer Entstaubungsanlage abgetrennt und kann spĂ€ter wieder abgewogen zugesetzt werden. Die vordosierte Gesteinskörnung verlĂ€sst die Trockentrommel und gelangt in den Mischturm. Dort erfolgt die genaue Dosierung der warmen Gesteinskörnung, meist nach vorheriger Absiebung in verschiedene KorngröĂen. Ist die gewĂŒnschte Kornzusammensetzung durch die Waage zusammengestellt, wird das heiĂe Bitumen in den MischbehĂ€lter eingedĂŒst und ungefĂ€hr 15 Sekundencite-ref-32[32] lang mit der Gesteinskörnung vermischt. Das frische Mischgut kann dann mit Temperaturen, zwischen etwa 160 °C bis 180 °C ĂŒber Verladesilos oder direkt auf die LadeflĂ€che eines Lkws gebracht werden.
Asphalt aus nachwachsenden Rohstoffen
Um den Anteil fossiler Rohstoffe im Asphalt zu reduzieren, wird in jĂŒngerer Zeit die Verwendung von Bindemitteln aus nachwachsenden Rohstoffen erprobt. Ein derartiges Produkt ist beispielsweise Rapsasphalt, bei dem ein Teil des Bitumens durch Rapsöl ersetzt wird. Eine weitere Entwicklung stellt das Produkt Vegecol dar, bei dem nach Angaben der Hersteller das Bitumen zur GĂ€nze durch ein Bindemittel aus nachwachsenden Rohstoffen ersetzt wird.
In Stuttgart wurde 2024 erstmals bei einer StraĂensanierung ein Asphalt verwendet, dessen Bindemittel vollstĂ€ndig aus dem Ăl von Cashewschalen besteht. Dieser neuartige Asphalt wurde in Zusammenarbeit mit der Hochschule fĂŒr Technik Stuttgart entwickelt. Seine Vorteile: Konstante QualitĂ€t des Ausgangsrohstoffs im Gegensatz zur schwankenden QualitĂ€t bei erdölbasiertem Bitumen. Niedrigerer Energieverbrauch durch niedrige Verarbeitungstemperatur. Merklich weniger Rauch und Geruch beim Einbau. Nachteil: deutlich teueres Mischgut.cite-ref-33[33]
Verwendung
Am hĂ€ufigsten wird Asphalt zur Befestigung einer BodenflĂ€che verwendet. Hierbei unterscheidet man zwischen Walzasphalt und Gussasphalt. Walzasphalt erhĂ€lt den geforderten Verdichtungsgrad erst durch den Einsatz von StraĂenwalzen, Gussasphalt lĂ€sst sich dagegen flĂŒssig verarbeiten und muss nicht verdichtet werden.
Asphalt wird auch auf FlughÀfen, ParkplÀtzen, bei Schienenwegen als Tragschicht unterhalb des Schienenweges, aber auch als Abdichtungssystem im Wasserbau und beim Deponiebau eingesetzt. In der Garten- und Landschaftsarchitektur gestaltet farbiger Asphalt Wege und PlÀtze Freizeitanlage.
FĂŒr Rennen werden besonders hochwertige und polierresistente Mineralstoffe sowie ein durch Kunststoffadditive veredeltes Bitumen, Ă€hnlich dem Polymerbitumen im StraĂenbau, verwendet. Der mehrschichtige Belag wird hoch beansprucht und muss besonders griffig sein. Neuerdings wird hierzu Wolfram zugesetzt. Das Ergebnis, eine extrem raue AsphaltoberflĂ€che, wird auf den Auslaufzonen des Circuit Paul Ricard genutzt, um von der Strecke abgekommene Fahrzeuge rasch und ohne wesentlichen Schaden abzubremsen.cite-ref-34[34]
Bei einer speziellen Technik der Radierung, Aquatinta genannt, wird Asphaltstaub verwendet. Die weltweit erste erhaltene Fotografie, die Heliographie von Joseph Nicéphore Niépce, beruht auf der Lichtempfindlichkeit bestimmter Asphaltschichten.cite-ref-35[35]
Asphalttragschicht
Asphalttragschichten (selten auch als Bitukies oder Bitumenkies bezeichnet) werden als erste gebundene Asphaltschicht im StraĂenoberbau eingebaut und ĂŒbernehmen die tragende Funktion des befestigten Asphaltpaketes. Sie liegen auf einer weiteren, ungebundenen Tragschicht (z. B. Frostschutzschicht) oder einer eventuell hydraulisch gebundenen Tragschicht (z. B. Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln) bzw. bei entsprechenden Bauweisen direkt auf dem Planum. Die Asphalttragschicht wird in aller Regel mit der Fahrbahndecke, bestehend aus Binder- und Deckschicht oder nur mit einer Deckschicht ĂŒberbaut.
Asphalttragschichten geben der Binder- und/oder Deckschicht eine gleichmĂ€Ăige, standfeste Unterlage. WĂ€hrend der Nutzungsdauer (bei sachgerechter Herstellung bis zu 50 Jahre)cite-ref-36[36] sollen sie im festen Verbund mit Binder- und Deckschicht die Verkehrslasten abtragen und so auf die Unterlage verteilen, dass die gesamte StraĂenbefestigung keinen Schaden nimmt. Dies erfordert eine Mindestdicke von 8 cm. Beim Ăberbauen alter (unebener) Fahrbahnbefestigungen sollten in Ausgleichschichten 6 cm Dicke an Einzelstellen nicht unterschritten werden.
Es werden bei der Asphalttragschicht zwischen verschiedenen Mischgutsorten unterschieden, als Bindemittel wird dabei ein Bitumen 50/70 oder 70/100 nach DIN EN 12591 verwendet.
| Asphalttragschicht | AC 32 T S AC 22 T S | AC 32 T N AC 22 T N | AC 32 T L AC 22 T L |
|---|---|---|---|
| Mindesteinbaudicke in cm | 8,0 | 8,0 | 8,0 |
| Verdichtungsgrad in % | â„ 98,0 | â„ 98,0 | â„ 98,0 |
Eine Abwandlung der Asphalttragschicht ist die Asphaltfundationsschicht. Es handelt sich hierbei um eine bituminös gebundene Tragschicht, an die geringe Anforderungen gestellt werden und als Ersatz fĂŒr hochwertige ungebundene Tragschichten oder Bodenverfestigungen verwendet werden. Diese Tragschicht besteht zu einem groĂen Teil aus Ausbauasphalt und kann im HeiĂ- und im Kalteinbau hergestellt werden.
Asphaltbinderschicht
Eine Asphaltbinderschicht wird bei stĂ€rker belasteten StraĂen (Belastungsklassen Bk100 bis Bk3,2) zwischen der darunterliegenden, grobkörnigen Asphalttragschicht und der darĂŒber liegenden, feinkörnigen Asphaltdeckschicht eingebaut. Sie ĂŒbertrĂ€gt die durch den Verkehr verursachten KrĂ€fte (darunter besonders die SchubkrĂ€fte) in die unteren Schichten der StraĂe und verhindert Verformungen. UrsprĂŒnglich wurde die Binderschicht zur Bindung von ungebundenen Tragschichten genutzt, um eine ebene OberflĂ€che zu erhalten. Von dieser Nutzung leitet sich der Name der Binderschicht ab.
Bei geringer belasteten StraĂen (Bauklassen IV bis VI) wird Asphaltbinder 0/11 zum Profilausgleich verwendet. Das erleichtert den Einbau einer gleichmĂ€Ăig dicken Deckschicht mit der benötigten Ebenheit.
Es gibt drei unterschiedliche Sorten von Asphaltbindern. Sie bestehen aus einer abgestuften Gesteinskörnung â Edelsplitt, Edelbrechsand, Natursand und Gesteinsmehl â und StraĂenbaubitumen oder polymermodifiziertem Bitumen als Bindemittel. Die RStO empfehlen je nach Bauklasse eine Schichtdicke von 4 bis 8 cm.
| Asphaltbinder | AC 22 B S | AC 16 B S | AC 16 B N |
|---|---|---|---|
| Einbaudicke in cm | 7,0 bis 10,0 | 5,0 bis 9,0 | 5,0 bis 6,0 |
| Verdichtungsgrad in % | â„ 98,0 | â„ 98,0 | â„ 98,0 |
Asphaltdeckschicht
Asphaltdeckschichten (selten auch als VerschleiĂschichten bezeichnet) sind die obersten, direkt beanspruchten Schichten der Asphaltbefestigungen. Sie unterliegen den unmittelbaren Einwirkungen des Verkehrs, der Witterung und der Auftaumittel.
Die dort fĂŒr Deckschichten vorgesehene einheitliche Dicke von 4 cm ist nicht fĂŒr alle Mischgutsorten zweckmĂ€Ăig: Sehr grobkörnige Mischgutsorten sollten dicker, sehr feinkörnige können dĂŒnner eingebaut werden (Faustregel: Mindesteinbaudicke = GröĂtkorn Ă 2,5). Da die Asphaltdeckschicht speziell fĂŒr die Abnutzung durch den tĂ€glichen Verkehr vorgesehen ist, sollte sie in regelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden im Rahmen eines sogenannten Deckenbauprogrammes erneuert werden, um die StraĂe zu erhalten.
VerkehrsflĂ€chen sind so zu bauen, dass sie unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit die gestellten Anforderungen nicht nur bei Inbetriebnahme, sondern auf Dauer erfĂŒllen, sich leicht warten lassen und ĂŒberhaupt einen geringen Erhaltungsaufwand erfordern. DafĂŒr gibt es unterschiedliche Mischgutarten. Der Unterschied besteht in der Zusammensetzung der Gesteinskörnungen und dem Bindemittelgehalt. Nachfolgend werden die verschiedenen Asphaltdeckschichten erlĂ€utert.
Asphaltbeton (HeiĂeinbau)
Asphaltbeton (veraltet je nach KorngröĂe auch Asphaltfeinbeton oder Asphaltgrobbeton) wird im StraĂenbau als Deckschicht verwendet und ist fĂŒr StraĂen der Belastungsklassen Bk10 bis Bk0,3 (frĂŒher: Bauklassen II bis VI) und Wege aller Art sowie fĂŒr andere VerkehrsflĂ€chen nach den RStO geeignet. Der hohlraumarm zusammengesetzte Asphaltbeton besteht aus einem Gesteinskörnungsgemisch (grobe und feine Gesteinungskörnung sowie FĂŒller) mit abgestufter KorngröĂenverteilung und StraĂenbaubitumen oder polymermodifiziertem Bitumen. Das GröĂtkorn des Gesteinskörnungsgemisches kann dabei bis zu 16 mm betragen.
Damit die Asphaltdeckschicht aus Asphaltbeton eine angemessene Rauheit aufweist, muss sie abgestumpft werden. Dies ist besonders zur Erhöhung der Anfangsgriffigkeit erforderlich. Zum Abstumpfen wird rohes oder bindemittelumhĂŒlltes Abstreumaterial (gebrochene Gesteinskörnung der Lieferkörnung 1/3 oder 2/5) auf die noch heiĂe Asphaltdeckschicht gestreut und mit Walzen fest eingedrĂŒckt. Abstreumaterial, das nicht gebunden wurde, muss anschlieĂend entfernt werden.
Die geforderten Eigenschaften fĂŒr den Bau von Asphaltbeton in VerkehrsflĂ€chen nach den RStO werden in den ZTV/TL Asphalt-StB 07/13 geregelt.cite-ref-ztv-stb07-13-37-0[37] FĂŒr Asphaltbeton in lĂ€ndlichen Wegen gelten die ZTV LW. Nach Anforderung unterscheidet sie verschiedene Typen von Asphaltbeton und gibt KorngröĂenverteilung, Art und Menge des Bindemittels, Eigenschaften des Mischgutes (Verdichtungstemperatur, Hohlraumgehalt) und Eigenschaften der Schicht (Einbaudicke, Einbaugewicht, Verdichtungsgrad, Hohlraumgehalt) an. Die Wahl der Mischgutsorte richtet sich nach der Verkehrsbelastung und der gewĂŒnschten OberflĂ€chenstruktur (fein- bis grobrau).
Asphaltbeton wird ferner bei Bauwerken, insbesondere zur Abdichtung von Talsperren, verwendet.
| Asphaltbeton | AC 16 D S | AC 11 D S | AC 11 D N AC 11 D L | AC 8 D S AC 8 D N AC 8 D L | AC 5 D L |
|---|---|---|---|---|---|
| Einbaudicke in cm | 5,0 bis 6,0 | 4,0 bis 5,0 | 3,5 bis 4,5 | 3,0 bis 4,0 | 2,0 bis 3,0 |
| Verdichtungsgrad in % | â„ 98,0 | â„ 98,0 | â„ 98,0 | â„ 98,0 | â„ 97,0 |
| Hohlraumgehalt in Vol.-% | †6,5 | †5,5 | †5,5 | †5,5 | †5,5 |
Asphaltbeton (Warmeinbau)
Asphaltbeton im Warmeinbau ist eine veraltete Mischgutsorte und ist in der aktuellen Richtlinie nicht mehr enthalten. Sie eignet sich fĂŒr Deckschichten der Bauklassen IV bis VI, also VerkehrsflĂ€chen mit geringer Verkehrsbelastung. Von einer Verwendung auf Fahrbahnen sollte abgesehen werden. Nach dem Einbau und der Verdichtung erreicht der Asphaltbeton seine endgĂŒltige Dichtigkeit erst durch die Nachverdichtung unter Verkehr. Inhaltlich setzt sich der Asphaltbeton im Warmeinbau aus einem Mineralgemisch 0/5, 0/8 oder 0/11 sowie einem Fluxbitumen FB 500 zusammen. Zur Verbesserung der OberflĂ€chengriffigkeit sollte die Deckschicht nach dem Einbau mit Splitt abgestumpft werden. Der Einbau erfolgt bei einer Mischguttemperatur von ungefĂ€hr 60 °C, Asphaltbeton im HeiĂeinbau wird dagegen bei 120 °C verarbeitet.
In den Regelwerken ist der Einbau von Asphalt im Warmeinbau aus GrĂŒnden des Umweltschutzes nicht mehr vorgesehen, es kommt nur noch vereinzelt zur Anwendung dieses Materials. Das verwendete Flux- oder Verschnittbitumen ist in Deutschland nicht mehr normiert und vielfach durch Gesetze untersagt.
Splittmastixasphalt
Der Splittmastixasphalt (englisch Stone Mastic Asphalt, kurz SMA) ist eine spezielle Sorte des Asphalts fĂŒr Deckschichten mit einem höheren Bitumen- und Splittgehalt. Es kann entweder gewöhnliches StraĂenbaubitumen oder auch polymermodifiziertes Bitumen (kurz PmB) beigegeben werden. So soll die Haltbarkeit erhöht werden, wodurch er fĂŒr hohe Verkehrsbelastungen wie auf Autobahnen geeignet ist. ZusĂ€tzlich mĂŒssen noch stabilisierende ZusĂ€tze (z. B. Zellulose- oder synthetische Fasern) beigemischt werden. Diese ZusĂ€tze haben die Aufgabe, das sozusagen âĂŒberdosierteâ, in dieser Menge aber benötigte Bitumen wĂ€hrend Herstellung, Transport und Einbau an den Mineralstoffen festzuhalten und am Ablaufen zu hindern. Die OberflĂ€chenstruktur ist grobkörnig und Ă€hnlich der von Drainasphalt (offenporiger Asphalt, siehe unten). Auch weist SMA einen Ă€hnlichen Effekt der GerĂ€uschverminderung wie offenporiger Asphalt auf, wenn auch in geringerem MaĂe von etwa 2 dB(A).
| Splittmastixasphalt | SMA 11 S | SMA 8 S | SMA 8 N | SMA 5 N |
|---|---|---|---|---|
| Einbaudicke in cm | 3,5 bis 4,0 | 3,0 bis 4,0 | 2,0 bis 3,5 | 2,0 bis 3,0 |
| Verdichtungsgrad in % | â„ 98,0 | â„ 98,0 | â„ 98,0 | â„ 98,0 |
| Hohlraumgehalt in Vol.-% | †5,0 | †5,0 | †5,0 | †5,0 |
FĂŒr Splittmastixasphalt in VerkehrsflĂ€chen der Belastungsklassen Bk100 bis Bk3,2 mit besonderen Beanspruchungen mĂŒssen besonders polierresistente grobe Gesteinskörnungen (PSV min 53) eingesetzt werden, da die Splittkörner stĂ€rker durch Polieren beansprucht werden. Dies liegt an dem im Vergleich zu Asphaltbeton deutlich niedrigeren Sandanteil und der geringeren BerĂŒhrungsflĂ€che zwischen Reifen und Fahrbahn.
Splittmastixasphalt vertrĂ€gt in Hinblick auf Verdichtbarkeit und VerformungsbestĂ€ndigkeit gröĂere Schwankungen der Schichtdicke â zum Beispiel bei unebener Unterlage â als Asphaltbeton, da er relativ unempfindlich gegenĂŒber Nachverdichtung und Verformung ist.
Zu den Einsatzgebieten von Splittmastixasphalt zÀhlen:
âą Hoch beanspruchte StraĂen
⹠VerkehrsflÀchen, die nur kurzfristig dem Verkehr entzogen werden können
âą Im Rahmen der Instandsetzung auf unebener Unterlage mit entsprechenden Schwankungen der Einbaudicke
âą Wohn- und ErschlieĂungsstraĂen im kommunalen Bereich
Gussasphalt
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Hauptartikel
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Gussasphalt
Gussasphalt ist ein Asphalt, der sich durch seinen hohen Anteil von Bitumen und Gesteinskörnern kleiner als 0,063 Millimeter (dem sogenannten FĂŒller) auszeichnet. Er besteht aus groben und feinen Gesteinskörnungen, Gesteinsmehl und Bitumen. KorngröĂenverteilung und Bindemittelgehalt sind so eingestellt, dass die HohlrĂ€ume des Gesteinskörnungsgemisches vollstĂ€ndig mit Bitumen ausgefĂŒllt sind und darĂŒber hinaus noch ein geringfĂŒgiger BitumenĂŒberschuss besteht. Dadurch lĂ€sst er sich im Gegensatz zu den anderen Asphaltarten flĂŒssig verarbeiten, d. h., er muss nicht verdichtet werden.
Gussasphalt wird vor allem beim Bau hoch beanspruchter StraĂen (Autobahnen) und hĂ€ufig auf BrĂŒcken verwendet. Der Vorteil bei der Verwendung auf BrĂŒcken ist insbesondere, dass die BrĂŒcken zum Zeitpunkt des Einbaus noch nicht mit einem Asphaltfertiger oder mit StraĂenwalzen befahrbar sein mĂŒssen. Die BrĂŒcke â inklusive des asphaltierten Fahrweges darauf â kann daher vor der Fertigstellung der an die BrĂŒcke anschlieĂenden StraĂe bereits vollstĂ€ndig fertiggestellt werden.
Der Transport zur Baustelle erfolgt mit speziellen Gussasphaltkochern, der Einbau erfolgt mit speziellen Einbaubohlen oder von Hand. Damit eine ausreichende Griffigkeit erreicht wird, muss beim Einbau feinkörniger Splitt aufgestreut und eingewalzt werden. Dabei verbessert heller Splitt die SichtverhĂ€ltnisse bei Nacht und vermindert auĂerdem die ErwĂ€rmung der OberflĂ€che bei starker Sonneneinstrahlung, was sich gĂŒnstig auf die VerformungsstabilitĂ€t auswirkt.
| Gussasphalt | MA 11 S MA 11 N | MA 8 S MA 8 N | MA 5 S MA 5 N |
|---|---|---|---|
| Einbaudicke in cm | 3,5 bis 4,0 | 2,5 bis 3,5 | 2,0 bis 3,0 |
Gussasphalt besitzt kein in sich abgestĂŒtztes KorngerĂŒst. Die Lastabtragung erfolgt gröĂtenteils ĂŒber den Mörtel, der dazu erheblich steifer sein muss (hĂ€rteres Bitumen, mehr FĂŒller) als zum Beispiel beim Asphaltbeton. Der steife Mörtel erfordert deutlich höhere Herstellungs- und Einbautemperaturen. Durch Variation der Zusammensetzung lassen sich die Verarbeitbarkeit und VerformungsbestĂ€ndigkeit in weitem Rahmen steuern, wĂ€hrend die Griffigkeit vom eingebundenen Abstreusplitt abhĂ€ngt.
Asphaltmastix
Asphaltmastix ist eine Mischung aus Bitumen und Gesteinen mit einer KorngröĂe unter 2 mm. Im Wasserbau wird er zum VerfĂŒllen der Fugen von SteinschĂŒttungen verwendet. Ăberwiegend dient er zur Abdichtung von Bauwerken, wobei die Verwendung in den 1990er Jahren stark zurĂŒckgegangen ist. Eine Normung in der aktuellen Richtlinie ist nicht mehr enthalten. Asphaltmastix mit einem geringeren Bitumenanteil (ungefĂ€hr 12â14 %) wird im StraĂenbau gelegentlich als Reparaturmaterial zur OberflĂ€chenverbesserung eingesetzt.
Asphalttragdeckschicht
Das Tragdeckschichtmischgut ist eine Asphaltsorte, die die Funktionen von Asphaltdecke und Asphalttragschicht vereint. Es wird vor allem im landwirtschaftlichen Wegebau sowie auf Rad- und Gehwegen eingesetzt, wo wegen des relativ geringen Verkehrsaufkommens eine Befestigung mit gutem Kosten/Nutzen-VerhĂ€ltnis benötigt wird. Es können nur gebrochene Gesteinskörnungen verwendet werden. Falls nach dem Einbau mit starker Verschmutzung zu rechnen ist, wie z. B. bei landwirtschaftlichen Wegen, soll die heiĂe OberflĂ€che mit rohem oder bindemittelumhĂŒlltem Sand abgestreut werden, um die Rauheit zu verbessern.
| Asphalttragdeckschicht | AC 16 TD |
|---|---|
| Einbaudicke in cm | 5,0 bis 10,0 |
| Verdichtungsgrad in % | â„ 97,0 |
| Hohlraumgehalt in Vol.-% | †6,5 |
Offenporiger Asphalt
Offenporiger Asphalt (kurz OPA bzw. englisch Porous Asphalt, PA) wird auch als Drainasphalt, FlĂŒsterasphalt bzw. FlĂŒsterbelag oder lĂ€rmoptimierter Asphalt bezeichnet. Der offenporige Asphalt ist eine spezielle Art des Asphaltbetons, die in den 1980er Jahren entwickelt wurde.
| Offenporiger Asphalt | PA 11 | PA 8 |
|---|---|---|
| Einbaudicke einschl. Abdichtung in cm | 5,0 bis 6,0 | 4,5 bis 6,0 |
| Verdichtungsgrad in % | â„ 97,0 | â„ 97,0 |
| Hohlraumgehalt in Vol.-% | 22,0 bis 28,0 | 22,0 bis 28,0 |
Die Zusammensetzung zeichnet sich durch ihren hohen Anteil von groben Gesteinskörnungen aus, der einen hohen Gehalt an zusammenhĂ€ngenden HohlrĂ€umen zur Folge hat. Durch diese HohlrĂ€ume kann das Regenwasser nach unten abgeleitet werden. Eine Abdichtung aus Bitumen verhindert, dass das Wasser in den Untergrund oder in den StraĂenkörper ablĂ€uft. Diese besteht aus polymermodifiziertem oder gummimodifiziertem Bitumen und wird zur Befahrbarkeit mit Edelsplitt 8/11 oder 5/8 abgestreut. Diese Schicht wird im englischen Sprachraum Stress Absorbing Membrane Interlayer (kurz SAMI) genannt. Alternativ zu SAMI wird auch eine dĂŒnne Schicht aus Gussasphalt als Abdichtung eingebaut. Der Vorteil der Gussasphaltabdichtung ist, dass im Vergleich zu SAMI kein Bindemittel in das offenporige KorngerĂŒst eindringen und so die akustische Wirkung verringern kann. Das OberflĂ€chenwasser wird durch die SchrĂ€gneigung (mindestens 2,5 %) â einer Kombination aus LĂ€ngs- und Querneigung â der StraĂe seitlich abgeleitet. Um das anfallende Wasser sicher ableiten zu können, werden am Rand der StraĂe entweder spezielle EntwĂ€sserungsrinnen eingebaut, oder der befestigte StraĂenrand, wie zum Beispiel eine gepflasterte Gosse, muss um DeckschichtstĂ€rke tiefer liegen, damit das Wasser ungehindert abflieĂen kann. Insgesamt bildet sich auf der FahrbahnoberflĂ€che durch all diese MaĂnahmen nur ein sehr dĂŒnner Wasserfilm. Dies hat erhebliche positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit: Zum einen verringert sich die SprĂŒhfahnenbildung, was zu wesentlich besseren SichtverhĂ€ltnissen fĂŒhrt, und zum anderen wird die Aquaplaning-Gefahr deutlich reduziert.
Der hohe Anteil an HohlrĂ€umen absorbiert auĂerdem den Schall der FahrgerĂ€usche und verhindert teilweise ĂŒberhaupt deren Entstehung (durch Luftableitung), weshalb er auch FlĂŒsterasphalt genannt wird. Dieser Effekt macht sich besonders bei StraĂen bemerkbar, bei denen die Reifen-Fahrbahn-GerĂ€usche die HauptgerĂ€uschquelle darstellen, wie z. B. bei Autobahnen. Es werden LĂ€rmreduzierungen von rund 5 bis 10 dB(A) erreicht, was fĂŒr das menschliche Hörempfinden etwa einer Reduzierung um ein Drittel bis zur Halbierung entspricht. Die lĂ€rmmindernde Wirkung lĂ€sst jedoch nach etwa sechs bis acht Jahren nach, da StraĂenschmutz und Reifenabrieb die Poren verstopfen. Da eine Reinigung der Poren bisher nicht möglich ist, sind andere LösungsansĂ€tze in Form von Schmutz abhaltenden bzw. abweisenden Schichten in der Erprobung.
Der Einsatz von zweilagigem offenporigem Asphalt (kurz ZWOPA oder 2OPA), wurde in Deutschland beispielsweise auf der A 9 bei Garching und der A 30 im Bereich OsnabrĂŒck erprobt. Dieser Baustoff besteht aus zwei Lagen offenporigen Asphalts, die untere mit der Körnung 0/16 und die obere Lage mit der Körnung 0/8. Im Bereich der Erprobung auf der A 9 bei Garching musste der ZWOPA vorzeitig ersetzt werden. Wegen der kurzen Nutzdauer wurde dieser durch einen OPA ersetzt.
OPA der neuen Generation wird in Deutschland beispielsweise auf der A 61 auf einem 6 km langen StĂŒck zwischen der Anschlussstelle Miel und dem Kreuz Meckenheim seit dem 29. August 2007 erprobt.
WĂ€hrend der praktischen Anwendung sind bisher im europĂ€ischen Ausland kaum Probleme aufgetreten. So ist die BestĂ€ndigkeit gegenĂŒber Spurrinnenbildung sehr gut, es tritt jedoch bei sehr niedrigen Temperaturen erhöhter VerschleiĂ durch Schneekettennutzung auf. Die Schneeketten können Teile der Asphaltschicht beschĂ€digen. Was bei normaler feuchter Witterung ein positiver Effekt ist, nĂ€mlich das schnellere Ablaufen des Wassers, fĂŒhrt im Winter zu erhöhtem Salzverbrauch, in alpinen Regionen um durchschnittlich 40 % mehr Salzverbrauch.
Lokale SchĂ€digungen werden derzeit durch den Austausch der Deckschicht behoben. Die Möglichkeiten zur groĂ- und kleinflĂ€chigen Sanierung von geschĂ€digten OPA-BelĂ€gen befinden sich in Deutschland noch im Versuchsstadium. Alle neu gebauten italienischen Autobahnen werden seit 2003 mit offenporigen Asphalten versehen. DĂ€nemark, die Schweiz und andere europĂ€ische LĂ€nder, vor allem die Niederlande, setzen offenporigen Asphalt seit Jahren in groĂem Umfang ein. In Ăsterreich wurde diese Bauweise im Autobahn- und SchnellstraĂennetz der ASFINAG aufgrund der kurzen Lebensdauern von z. T. weniger als 5 Jahre kurz nach der Jahrtausendwende aufgegeben. Die ursprĂŒnglich vorhandenen OPA-Abschnitte wurden zwischenzeitlich vollstĂ€ndig durch andere lĂ€rmmindernde Bauweisen (z. B. lĂ€rmmindernder Splittmastixasphalt der in Ăsterreich definierten Sorte SMA S3 oder lĂ€rmmindernde Waschbetondecken) ersetzt.
In den Medien wurde oft berichtet, dass offenporiger Asphalt, speziell der sogenannte FlĂŒsterasphalt, eine geringere Griffigkeit habe und damit ein Problem fĂŒr die Verkehrssicherheit darstelle. Bei intaktem OPA sind diese Behauptungen falsch. Mischgutarten mit kleineren Gesteinskörnungen haben zwar tendenziell bessere Griffigkeiten, eine ausreichende Griffigkeit kann aber auch mit gröberer Gesteinskörnung erreicht werden. Da jedoch das Einzelkorn bei gröberen Mischgutarten erhöhter Polierbeanspruchung und damit VerschleiĂ ausgesetzt ist, nimmt die Griffigkeit von OPA schneller als bei herkömmlichem Asphalt ab. Um diesen VerschleiĂ zu verlangsamen, mĂŒssen höhere Anforderungen an die QualitĂ€t des Mischgutes gestellt werden, wobei man jedoch nicht an die Haltbarkeit von herkömmlichem Asphalt guter QualitĂ€t herankommt. Gealterter und verschlissener OPA kann daher eine fĂŒr die Verkehrssicherheit zu geringe Griffigkeit aufweisen. In diesem Zusammenhang wurden zum Beispiel nach UnfallhĂ€ufungen auf der A 8 bei Karlsbad die Beschaffenheit und QualitĂ€t des Belages vom Ministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-WĂŒrttemberg im Jahr 2004 ĂŒberprĂŒft, da vermutet wurde, dass die auffĂ€llig schnelle Abnahme der Griffigkeit durch fehlerhaftes oder minderwertiges Mischgut verursacht worden sein könnte.
Durch die höheren Anforderungen an OPA der neuen Generation sind die Herstellungskosten etwa dreimal so hoch wie bei herkömmlichem Asphalt bei gleichzeitig geringerer Haltbarkeit. Deshalb ist ein flÀchendeckender Einsatz bisher nicht geplant.
Porous Mastic Asphalt
Porous Mastic Asphalt (kurz PMA bzw. PMA 5) ist ein weiterentwickelter Gussasphalt mit offenporiger OberflĂ€chenstruktur und lĂ€rmmindernder Eigenschaften, der auf Autobahnen und SchnellstraĂen sowie in den Belastungsklassen Bk32 bis Bk0,3 verwendet werden kann. Der Asphalt ist selbstverdichtend und benötigt keine Verdichtungsenergie, weder durch den einbauenden Asphaltfertiger noch durch Walzen (lediglich glĂ€tten). Ein nachtrĂ€gliches Abstreuen mit einer groben Gesteinskörnung ist ebenfalls unnötig. Der erstmals 2008 in Nordrhein-Westfalen eingesetzte Asphalt befindet sich in der Entwicklungsphase und ist daher noch eine Sonderbauweise im deutschen StraĂenbau.cite-ref-38[38] Weitere Versuchsstrecken folgten u. a. 2011 nördlich von Potsdam auf der B 5, im Oktober 2011 innerorts in Erfurt (MoritzwallstraĂe), 2012 auf mehreren StraĂen in Bayern, sowie 2013 in Hessen auf der BAB 5 zwischen den Anschlussstellen Ober-Mörlen und Friedberg.
GegenĂŒber herkömmlichen Asphalt setzt sich der feinkörnige, bindemittelreiche Mörtel in den HohlrĂ€umen des SplittgerĂŒstes der groben Gesteinskörnungen wĂ€hrend des Einbauvorganges nach unten ab. Innerhalb der PMA-Schicht ergibt sich eine Verteilung der HohlrĂ€ume dahingehend, dass der oberflĂ€chennahe Bereich einen Hohlraumgehalt von bis zu 20 Vol.-% und der untere Bereich einen gegen Null gehenden Hohlraumgehalt aufweist. Die OberflĂ€che wird durch eine grobe Gesteinskörnung bestimmt und bewirkt dadurch eine LĂ€rmminderung von ca. 4 dB(A). Trotz der OPA-Ă€hnlichen Eigenschaften ist eine Anpassung der EntwĂ€sserung oder auch eine regelmĂ€Ăige Reinigung nicht notwendig.cite-ref-39[39]cite-ref-40[40]
Niedrigtemperaturasphalt
Vor allem um Energie bei der Herstellung von Asphaltmischgut zu sparen und damit den AusstoĂ an Kohlendioxid (CO2) zu reduzieren, aber auch unter dem Aspekt des Gesundheits- und Arbeitsschutzes werden seit einiger Zeit Niedrigtemperaturasphalte (kurz NTA) erprobt. Der normalen Asphaltrezeptur werden ZusĂ€tze in Form von Wachsen oder Zeolithen zugegeben (Additive), die es ermöglichen, den Asphalt bei niedrigeren Temperaturen zu mischen und einzubauen, ohne dass dabei seine Verarbeitungseigenschaften und seine Gebrauchseigenschaften beeintrĂ€chtigt werden. Die NTA wurden in Deutschland entwickelt und mittlerweile auch in den USA, Frankreich und zahlreichen anderen LĂ€ndern erfolgreich eingesetzt. Eine um 10 °C abgesenkte Herstellungstemperatur spart bis zu 10 % Energie. AuĂerdem entweichen dem Asphalt exponentiell mit ansteigender Temperatur mehr DĂ€mpfe und Aerosole aus dem Bitumen. Eine GesundheitsgefĂ€hrdung durch diese DĂ€mpfe und Aerosole konnte bisher nicht nachgewiesen werden, jedoch können sie eine GeruchsbelĂ€stigung darstellen. Durch den Einsatz von NTA werden die Arbeitsbedingungen auf den Baustellen deutlich verbessert. Seit dem Mai 2006 regelt das âMerkblatt fĂŒr Temperaturabsenkung von Asphaltâ (M TA) der Forschungsgesellschaft fĂŒr StraĂen- und Verkehrswesen (FGSV) den Einsatz und die AusfĂŒhrung von temperaturabgesenkten Asphalten.
Reparaturasphalt (Kaltasphalt)
Besonders fĂŒr kleinere ReparaturmaĂnahmen, wie beispielsweise bei Schlaglöchern, WinterschĂ€den und beim VerschlieĂen von VersorgungsaufbrĂŒchen und -schnitten, wird hĂ€ufig Kaltasphalt verwendet. Auch die Herstellung von Anrampungen ist möglich. Dabei handelt es sich um Asphaltmischgut, das in kaltem Zustand verarbeitet werden kann. Beim Herstellungsprozess selbst kann viel Heizenergie eingespart werden. KaltasphaltmischgĂŒter werden in der Regel bei 80 °C bis 100 °C gemischt. Lange Zeit wurden KaltmischgĂŒter mit Edelsplitten und einem Fluxbitumen hergestellt. Zunehmend finden sich in Deutschland hochwertige KaltmischgĂŒter, welche auf polymermodifiziertes Bitumen oder auch StraĂenbaunormbitumen unter der Zugabe von Additiven zurĂŒckgreifen. Diese modernen Verfahren ermöglichen eine Erhöhung der LagerfĂ€higkeit auf bis zu zwei Jahre. Mittlerweile ist es möglich, mit einigen KaltmischgĂŒtern dauerhafte Reparaturen zu gewĂ€hrleisten. Anerkannte Zertifizierungsstellen bestĂ€tigen zudem die EinbaufĂ€higkeit von ausgesuchten Kaltasphalten bei Frost (â10 °C). Hier zeigen sich die groĂen Vorteile des Kaltmischgutes als Reparaturprodukt im Gegensatz zu HeiĂmischgĂŒtern (z. B. Gussasphalt). Diese sind bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht mehr einsetzbar. Durch Risse in den Deckschichten dringt Wasser in den Oberbau der StraĂen und Verkehrswege ein. Im Winterhalbjahr entstehen so durch den Frost-Tau-Wechsel enorme OberflĂ€chenschĂ€den (Schlaglöcher). Durch die WetterbestĂ€ndigkeit der neuen Kaltasphalte ist die dauerhafte Reparatur solcher Schadstellen gewĂ€hrleistet. Es ist darauf zu achten, dass KaltmischgĂŒter besonders die Nahtstellen gut abschlieĂen und verdichten, da hier das erneute Eindringen von Wasser verhindert werden soll.
FlĂŒssigkeitsundurchlĂ€ssiger Asphalt
Es kann die Notwendigkeit bestehen, Asphaltbefestigungen so auszubilden, dass ein Eindringen von wassergefĂ€hrdenden Stoffen (wie etwa Kraftstoffe, Chemiekalien oder andere Gefahrstoffe) in den Untergrund nicht möglich ist. Diese Art von Asphaltbefestigung kann beispielsweise bei AbfĂŒllanlagen oder Tankstellen eingebaut werden. Es werden in diesem Fall spezielle Anforderungen an die Bindemittel, Gesteinskörnung und die Ausbildung von Fugen gestellt. Die Bezeichnung flĂŒssigkeitsundurchlĂ€ssig kann nur verwendet werden, wenn die ausgetretenen Stoffe vom Zeitpunkt des Erkennens bis zum Zeitpunkt der Beseitigung höchstens zu zwei Dritteln der Dicke der Asphaltschicht eingedrungen sind.cite-ref-41[41]
Gestalten mit Asphalt
Gestalten mit Farben
Durch die Verwendung von farbigen Gesteinskörnungen, Farbpigmenten und/oder einfÀrbbaren Bindemitteln sowie den Einsatz von Asphaltfarbe oder eines Asphaltvorsatzes kann die AsphaltoberflÀche den jeweiligen Anforderungen an die farbige Gestaltung angepasst werden. Weitere Möglichkeiten, optische Effekte zu erzeugen, sind auftragende oder abtragende Verfahren.
Farbasphalte
Farbasphalte lassen sich als Asphaltbeton, Splittmastixasphalt und Gussasphalt bevorzugt in den Körnungen 0â5 mm, 0â8 mm und 0â11 mm herstellen. Beim Einsatz von farblosem Bindemittel ist unbedingt vor dem Einbau die Eignung fĂŒr die vorgesehenen Verkehrslasten und der Erweichungspunkt zu prĂŒfen. Farblose Bindemittel sind hier nicht immer geeignet, da schwarze Asphaltdeckschichten in der Sonne liegend Temperaturen bis zu 80 Grad Celsius erreichen. Spezielle hochstandfeste Farbasphalte sind bis Belastungsklasse Bk100 (RStO 2012) einsetzbar. Da die Kornverteilung fĂŒr die Weitergabe der Verkehrslasten von entscheidender Bedeutung ist, werden bei Verkehrslasten ab Bk1,8 die Walzasphalte optisch sehr grobkörnig und oft unattraktiv. Farbige Gussasphalte, auch als 0-11 S Asphalt gemischt, sind in der OberflĂ€che geschlossener, da die HohlrĂ€ume ausgefĂŒllt sind. Die Textur der Asphaltdeckschicht lĂ€sst sich ĂŒber die GröĂe der Gesteinskörnungen variieren. Bei neuartigen DĂŒnnschicht-Farbasphalten findet der Lastabtrag ĂŒber das Bindemittel statt. Hochstandfeste Mischungen lassen als GröĂtkorn 5 mm zu. Die Textur wird hierdurch gefĂ€lliger.
DĂŒnnschicht-Farbasphalt
DĂŒnnschicht-Farbasphalt ist ein Farbasphalt, der mit einem neuen Bindemittel auf der Baustelle gemischt wird. Dieser Walzasphalt wird in Körnungen bis 5 mm in einer Dicke von 1 cm bis 2 cm eingebaut. Im Unterschied zu normalen Walzasphalten oder Farbasphalten dient nicht das Mineral, sondern hauptsĂ€chlich das Bindemittel fĂŒr den Lastabtrag. DĂŒnnschicht-Farbasphalt ist im Vergleich deutlich hĂ€rter, aber auch gleichzeitig flexibler. Es gibt hier keinerlei Dehnungsfugen. Der Erweichungspunkt liegt bei ĂŒber 150 °C und er weist keine Spurrinnen auf. Im Spurbildungsversuch in Anlehnung an die âTP Asphaltâ, Teil 22 (Spurrinnentest) sind die Ergebnisse (Absolute Spurrinnentiefe RD Luft 0,3 mmâ2,1 mm) wie die Anforderungen von Rheinland-Pfalz an einen hochstandfesten Splittmastix bei dem Widerstand gegen Verformungen von maximal 3,5 mm. Somit ist DĂŒnnschicht-Farbasphalt auch fĂŒr extreme Belastungen geeignet. FĂŒr Busverkehr sind noch stabilere Mischungen (bis Bk100 nach RStO 2012) verfĂŒgbar.
Farbasphalt fĂŒr hohe Verkehrslasten bis Bk100 (Busverkehr)
Farbasphalt fĂŒr hohe Verkehrslasten ist ein Farbasphalt, der fĂŒr extreme innerstĂ€dtische Belastungen durch den Busverkehr, insbesondere an Brems- und Beschleunigungspunkten (Bushaltestellen und Busbahnhöfen) entwickelt wurde. Das Bindemittel ist milchig und kann durch die Wahl der Zuschlagstoffe in vielen Farben hergestellt werden. Leuchtende Farben werden durch die Zugabe von Pigmenten erreicht. Da herkömmliche (âschwarzeâ) Asphalte einen maximalen Erweichungspunkt von ca. 80 Grad Celsius aufweisen und normale Farbasphalte einen noch niedrigeren Erweichungspunkt haben, wird diese Temperatur schon durch die Sonneneinstrahlung an heiĂen Tagen erreicht. ErwĂ€rmt die Abstrahlung der MotorwĂ€rme wartender Busse die FlĂ€che zusĂ€tzlich und bremst ein ankommender Bus an dieser Stelle, so entstehen die bekannten SchĂ€den. Farbasphalt fĂŒr hohe Verkehrslasten wirkt mit seinem Erweichungspunkt > 150 Grad Celsius diesem Effekt entgegen und schĂŒtzt die darunter liegende Binderlage. Da die Temperatur in die Tiefe gehend um ca. 7 Grad Celsius pro cm abnimmt, befindet sich ein hochstandfester Asphaltbinder im sicheren Bereich. Farbasphalt fĂŒr hohe Verkehrslasten wird maximal 2 cm eingebaut und kann zusĂ€tzlich mit der AsphaltprĂ€getechnik gestaltet werden. Seine OberflĂ€che ist in der Textur gefĂ€llig, da hauptsĂ€chlich das Bindemittel fĂŒr den Lastabtrag verantwortlich ist und mit einem GröĂtkorn von 5 mm gemischt wird. Das Material wird auf der Baustelle gemischt.
Farbiger Asphaltvorsatz
Bei diesem Verfahren wird ein auf den Asphalt abgestimmtes Bindemittel auf den Asphalt aufgetragen und mit farbigem Splitt bestreut. Dies kann mit oder ohne ein Muster entstehen. Das Ergebnis nach der AushÀrtung ist eine dekorative farbliche OberflÀche, die verkehrsbestÀndig bis zu Belastungen entsprechend der Belastungsklasse Bk1,8 (RStO 2012) ist.
Asphaltfarben
Asphaltfarben werden in einer Nassfilmdicke von 0,3 mm bis 0,6 mm in zwei bis vier Lagen auf gereinigte, öl- und fettfreie Asphalte aufgetragen und haben eine hervorragende Haftung und ElastizitĂ€t. Im Vergleich zu Markierungsfarbe dauert der Trocknungsvorgang deutlich lĂ€nger, bei normaler Witterung jedoch weniger als eine Stunde. Um eine ausreichende Deckung und Haltbarkeit zu erhalten, werden Nassfilmdicken von 0,6 mm bevorzugt. Im Unterschied zu Asphaltfarben haben Markierungsfarben oft nicht die gewĂŒnschte Balance fĂŒr den FlĂ€chenauftrag, da bei der Produktion mehr Wert auf die schnelle Abtrocknungszeit und Abriebfestigkeit als auf die ElastizitĂ€t gelegt wurde, was bei flĂ€chigem Auftrag zu Rissbildungen und Abplatzungen fĂŒhren kann. Die Farbvielfalt ist nahezu grenzenlos und es lassen sich mehrfarbige FlĂ€chen auch mit VerlĂ€ufen herstellen.
Gestalten mit Fugen
Seit dem Altertum gibt die Anordnung von Fugen dem Benutzer Informationen und den FlĂ€chen ein Gesamtbild. Fugen waren aus GrĂŒnden des Gewichtes von Steinen und Platten oder aus konstruktiven GrĂŒnden (Herstellung, Bruchfestigkeit, Dehnungsfuge) unverzichtbar. Im Gegensatz zu Steinen und Beton kann Asphalt fugenlos gebaut werden, insbesondere wenn auch die Arbeitsfugen (z. B. mit dem C.A.R.-Verfahren) im Asphalt temperaturgesteuert verschweiĂt werden. Fugen sind die Schwachstellen im Pflasterbau. Durch sie kann Wasser eindringen, die Steine oder Platten können sich verschieben und Kehrsaugmaschinen entfernen die notwendigen FugenverfĂŒllungen. Fugen bei den AsphaltprĂ€geverfahren sind keine Schwachstellen, da es sich hier um Scheinfugen handelt, die keinerlei Wasser eindringen lassen. Die AsphaltprĂ€geverfahren verbinden nicht nur die gestalterische Vielfalt der Fugen mit dem Baustoff Asphalt, sondern es ist erstmals möglich, auch groĂe FlĂ€chen glatt zu lassen und dann nach dem Geschmack des Gestalters Scheinfugen zu prĂ€gen.
AsphaltprÀgeverfahren
ZusĂ€tzlich kann die OberflĂ€che durch verschiedene patentierte Verfahren strukturiert werden. So werden Stahlschablonen oder Kunststoffschablonen mit einer RĂŒttelplatte in den noch warmen, oder computergesteuert erwĂ€rmten, Asphalt geprĂ€gt. Mit diesem Verfahren kann nicht nur jedes Pflaster-Naturstein oder Plattenmuster ohne die Schwachstelle einer offenen Fuge imitiert werden, es können auch völlig neue Muster hergestellt werden, da die entstehenden Scheinfugen ausschlieĂlich der Gestaltung und nicht der Konstruktion (Dehnungsfuge; gewichtsbedingte Fuge) dienen.
Die temperaturgesteuerte Erhitzung spielt hierbei eine wichtige Rolle. Es ist wichtig, dass der Asphalt nicht nur oberflĂ€chig erhitzt wird, sondern die WĂ€rme tief in den Asphalt eindringt. Nur so ist gewĂ€hrleistet, dass beim EinprĂ€gen einer Plastikschablone das Korn nicht beschĂ€digt wird. Bei zu groĂer Hitze wĂŒrde das Bitumen verbrennen. Diesen Mittelweg zwischen tiefgehender Erhitzung ohne Verbrennung der OberflĂ€che erfĂŒllen nur qualitativ hochwertige HeizgerĂ€te. Nach der Erhitzung wird eine Plastikschablone mit breiten Stegen mittels einer RĂŒttelplatte in den Asphalt geprĂ€gt. In die entstandenen Fugen wird ein thermoplastisches Inlay mit gleichen Dimensionen eingelegt. In einem zweiten Heizgang wird dieser Thermoplast mit dem Asphalt verschweiĂt. Wichtig ist, dass bei diesem Verfahren das thermoplastische Material ungefĂ€hr 1 mm tiefer als die AsphaltoberflĂ€che liegt. Die Hauptlast des Verkehrs liegt also auf dem Asphalt, nicht auf dem Thermoplast. Diese Art der Gestaltung hĂ€lt daher hohen Verkehrsbelastungen bis Bauklasse II stand.
Recycling von Ausbauasphalt
Da es sich bei Asphalt um einen thermoplastischen Baustoff handelt, kann dieser gut und zum Teil auch mehrfach wiederverwendet werden. Hierzu wird der Asphalt durch AbfrĂ€sen (FrĂ€sasphalt) oder Aufbrechen (Aufbruchasphalt) ausgebaut und â gegebenenfalls nach Aufbereitung durch Brechen â erneut dem Herstellungsprozess beigegeben. Voraussetzung dafĂŒr ist, dass der Ausbauasphalt frei von Fremdstoffen und gesundheitsschĂ€dlichen Substanzen (beispielsweise Teer) ist. Rechtliche Grundlage fĂŒr die Wiederverwendung von Asphalt bildet in Deutschland das Kreislaufwirtschaftsgesetz. In der Schweiz und Ăsterreich gelten die entsprechenden âMerkblĂ€tter zum Umgang mit Ausbauasphaltâ. Die Recyclingquote liegt bei mehr als 90 %.cite-ref-42[42]
Neben der Wiederverwendung im Mischwerk (sogenanntes Recycle in Plant) kann der Asphaltbelag auch an Ort und Stelle erneuert werden (Recycle in Place). Bei dieser Methode kommen verschiedene HeiĂrecycling-Verfahren zur Anwendung, bei denen die Asphaltschicht erwĂ€rmt und anschlieĂend aufgelockert wird. Im nĂ€chsten Arbeitsgang können gegebenenfalls Zusatzstoffe beigegeben und das Mischgut wieder eingebaut und verdichtet werden.
Emissionen
Dunkle beschienene AsphaltbelĂ€ge werden durch Sonneneinstrahlung im Laufe eines sonnigen Tages auf deutlich ĂŒber Lufttemperatur, die typisch in 2 m Höhe ĂŒber Wiese, abseits groĂer StraĂenflĂ€chen gemessen wird, erhitzt. Ab einer OberflĂ€chentemperatur von 40 °C gasen Stoffe relevant aus AsphaltbelĂ€gen aus, die in der darĂŒber liegenden Luft wieder zu kleinen flĂŒssigen oder festen Partikeln kondensieren (resublimieren) und damit gesundheitsbelastenden Feinstaub bilden. Nicht selten erreicht die Temperatur von Asphalt 60 °C. Die AusdĂŒnstungen sind mitunter zu riechen.cite-ref-43[43]
Es dĂŒnsten viele gesundheitsschĂ€dliche Stoffe aus, u. a. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die die Entstehung von Ultrafeinstaub begĂŒnstigen. Auch UV-Strahlung fördert die AusdĂŒnstung.cite-ref-44[44]
Normen und Standards
Europa
âą DIN EN 12597 Bitumen und bitumenhaltige Bindemittel â Terminologie
âą DIN EN 12697 PrĂŒfverfahren fĂŒr HeiĂasphalt
âą DIN EN 13108-1 Asphaltmischgut â Mischgutanforderungen â Teil 1: Asphaltbeton
âą DIN EN 13108-5 Asphaltmischgut â Mischgutanforderungen â Teil 5: Splittmastixasphalt
âą DIN EN 13108-6 Asphaltmischgut â Mischgutanforderungen â Teil 6: Gussasphalt
âą DIN EN 13108-7 Asphaltmischgut â Mischgutanforderungen â Teil 7: Offenporiger Asphalt
âą DIN EN 13108-20 und -21 (QualitĂ€tsnormen fĂŒr Asphalt)
⹠DIN EN 13043 (Gesteinskörnungsnormen)
Deutschland (FGSV-Verlag)
âą ZusĂ€tzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien fĂŒr Tragschichten im StraĂenbau (ZTV T-StB), seit 2009 zurĂŒckgezogen
âą ZusĂ€tzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien fĂŒr den Bau von VerkehrsflĂ€chenbefestigungen aus Asphalt (ZTV Asphalt-StB 07/13)cite-ref-ztv-stb07-13-37-1[37]
âą ZusĂ€tzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien fĂŒr die Bauliche Erhaltung von VerkehrsflĂ€chenbefestigungen â Asphaltbauweisen (ZTV BEA-StB 09/13)
âą ZusĂ€tzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien fĂŒr die Befestigung lĂ€ndlicher Wege (ZTV LW)
âą Technische Lieferbedingungen fĂŒr Gesteinskörnungen im StraĂenbau (TL GesteinâStB)
âą Technische Lieferbedingungen fĂŒr Asphaltmischgut fĂŒr den Bau von VerkehrsflĂ€chenbefestigungen (TL Asphalt-StB 07/13)
âą Technische Lieferbedingungen fĂŒr Asphaltgranulat (TL AG-StB)
âą Technische Lieferbedingungen fĂŒr StraĂenbaubitumen und gebrauchsfertige Polymermodifizierte Bitumen (TL Bitumen-StB)
âą Richtlinien fĂŒr den lĂ€ndlichen Wegebau (RLW)
âą Richtlinien fĂŒr die Anlage von StraĂen (RAS)
âą Merkblatt fĂŒr die Wiederverwendung von Asphalt (M WA)
âą Merkblatt DĂŒnne Schichten im HeiĂeinbau auf Versiegelung (M DSH-V), mit der EinfĂŒhrung der ZTV BEA-StB 09 zurĂŒckgezogen
âą Merkblatt fĂŒr den Bau kompakter Asphaltbefestigungen (M KA)
âą Merkblatt fĂŒr den Bau griffiger Asphaltdeckschichten
âą Merkblatt fĂŒr die Konzeption und die ErstprĂŒfung von Asphaltmischgut fĂŒr den Bau von VerkehrsflĂ€chenbefestigungen (M KEP)
Ăsterreich
âą ĂNORM B 3580 bis B 3586 Asphaltmischgut â Mischgutanforderungen
âą ĂNORM EN 1097 PrĂŒfverfahren fĂŒr mechanische und physikalische Eigenschaften von Gesteinskörnungen
Schweiz
âą SN 670401 bis SN 670443 PrĂŒfverfahren fĂŒr Heissasphalt
âą SN 670434-8a-NA Asphaltmischgut â Mischgutanforderungen â Teil 8: Ausbauasphalt
âą SN 640431 Verschiedene Asphaltsorten
Siehe auch
Literatur
âą Ed. Graefe: Der Asphaltsee auf der Insel Trinidad und Verwertung des Trinidadasphalts. In: Zeitschrift fĂŒr angewandte Chemie. 26, 1913, S. 233â239, ISSN 0932-2132.
âą Eduard Zirkler: Asphalt. Ein Werkstoff durch Jahrtausende. Giesel-Verlag, Isernhagen 2001, ISBN 3-87852-010-7.
âą Wie gehe ich mit Ausbauasphalt um? (PDF; 80 kB) Merkblatt. Aushub-, RĂŒckbau- und Recycling-Verband Schweiz (ARV), auf ostermundigen.ch; abgerufen am 31. August 2016.
âą JĂŒrgen Hutschenreuther, Thomas Wörner: Asphalt im StraĂenbau. 2. Auflage. Kirschbaum, Bonn 2010, ISBN 978-3-7812-1782-9.
Weblinks
Commons
: Asphalt
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Asphalt
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą Deutscher Asphaltverband DAV e. V.
âą Bericht des Umweltbundesamtes zu den akustischen Auswirkungen eines offenporigen Asphaltbelages (PDF, 222 KiB)
⹠Museé de Petrole, Merkwiller-Pechelbronn
âą GefĂ€hrdungen und SchutzmaĂnahmen im StraĂenbau. (Memento vom 1. Mai 2014 im Internet Archive) (PDF) Wissensportal TU Dresden, S. 303â309.
âą Temperaturabsenkungen bei Asphalt â Grundlagen und Erfahrungen. (Memento vom 1. Mai 2014 im Internet Archive) (PDF) Wissensportal TU Dresden, S. 310â312.
âą bga â Beratungsstelle fĂŒr Gussasphaltanwendung e. V.
âą Norbert Raabe: Gib Gummi fĂŒr die Umwelt. In: empa.ch, 20. Mai 2021
Einzelnachweise
cite-note-frisk-11. â Hjalmar Frisk: Griechisches Etymologisches Wörterbuch. Band 1: AâKo, UniversitĂ€tsverlag, Heidelberg 1960, S. 174 (Digitalisat im Textarchiv â Internet Archive).
cite-note-22. â Jacques Mislin: Die heiligen Orte. 3. Band, Kaiserl.-Königl. Hof- u. Staatsdr., Wien 1860, S. 285.
cite-note-33. â Otto BeĂler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 138, 159 und 163.
cite-note-44. â Vergleiche auch Ute Obhof: Rezeptionszeugnisse des âGart der Gesundheitâ von Johann Wonnecke in der Martinus-Bibliothek in Mainz â ein wegweisender Druck von Peter Schöffer. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift fĂŒr Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018, S. 25â38, hier: S. 35 (âBitumen iudaicum â iuddenlymeâ); und Claudia Erbar, Karin Zimmermann: Der Codex Palatinus germanicus 539 â eine Pflanzenliste aus dem 15. Jahrhundert. 2009 (Digitalisat), S. 51.
cite-note-55. â Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft fĂŒr Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 135 (Asphaltos).
cite-note-66. â Vgl. auch Otto BeĂler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 163 (â[âŠ] besonders vom Toten Meerâ).
cite-note-77. â GefĂ€hrdungen und SchutzmaĂnahmen im StraĂenbau. (Memento vom 1. Mai 2014 im Internet Archive) In: Tiefbau. 5. Mai 2007, S. 303â309.
cite-note-88. â Heinz Patt (Hrsg.): Hochwasser-Handbuch. Springer, 2001, ISBN 3-642-63210-6, S. 211.
cite-note-99. â Felix Kern: Faszination Strassenbau. Motorbuch Verlag, 2005, ISBN 3-613-02499-3, S. 52.
cite-note-1010. â D. Richter, M. Heindel: StraĂen- und Tiefbau. Teubner Verlag, 2004, ISBN 3-519-35621-X, S. 11.
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cite-note-1515. â Nach Roger Liebi: Die Zeit hat sich erfĂŒllt! Eine kurze VerstĂ€ndnishilfe zu den Zeitangaben des Alten Testaments. Edition Nehemia, 2015, ISBN 978-3-906289-06-9, S. 12.
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cite-note-1717. â R. J. Forbes: Studies in Ancient Technology. 3. Auflage. Volume 1, E. J. Brill, Leiden 1993, ISBN 90-04-00621-4, S. 35.
cite-note-1818. â Vgl. etwa Wilhelm Hassenstein, Hermann Virl: Das Feuerwerkbuch von 1420. 600 Jahre deutsche Pulverwaffen und BĂŒchsenmeisterei. Neudruck des Erstdruckes aus dem Jahr 1529 mit Ăbertragung ins Hochdeutsche und ErlĂ€uterungen von Wilhelm Hassenstein. Verlag der Deutschen Technik, MĂŒnchen 1941, S. 112â113 (Judenleim [âŠ] âalso genannt, dieweil es an den Ufern des Meeres wie Pech gefunden wird. Kommt aus dem jĂŒdischen See bei Jericho [âŠ].â); sowie Otto BeĂler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 163 (âBitumen iudaicum â iudden lyme, aspaltum [âŠ] â Aspaltum â bitumen Judaicumâ = Asphalt â besonders vom Toten Meer).
cite-note-1919. â Vgl. auch Ute Obhof: Rezeptionszeugnisse des âGart der Gesundheitâ von Johann Wonnecke in der Martinus-Bibliothek in Mainz â ein wegweisender Druck von Peter Schöffer. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift fĂŒr Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018, S. 25â38, hier: S. 35 (âBitumen iudaicum â iuddenlymeâ), und Claudia Erbar, Karin Zimmermann: Der Codex Palatinus germanicus 539 â eine Pflanzenliste aus dem 15. Jahrhundert. 2009 (Digitalisat), S. 51.
cite-note-2020. â Pulverspur einer Ă€gyptischen Mumie (PDF; 198 kB), auf presse.uni-oldenburg.de, abgerufen am 31. August 2016.
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cite-note-4141. â Forschungsgesellschaft fĂŒr StraĂen- und Verkehrswesen: Begriffsbestimmungen, Teil: StraĂenbautechnik. Begriffsbestimmung âFlĂŒssigkeitsundurchlĂ€ssige Bauweiseâ, FGSV-Verlag, 2003.
cite-note-4242. â Auch StraĂen können recycelt werden, in: Die Welt vom 19. MĂ€rz 2025, S. 8.
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